Briten immer noch verwirrt von Multi-Faktor-Authentifizierung

Cyber Security News

Eine neue Studie der FIDO Alliance hat ergeben, dass die britische Öffentlichkeit immer noch sehr schlecht informiert ist und die Sicherheitsvorteile der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) nicht kennt.

Der Branchenverband, der 2012 gegründet wurde, um Authentifizierungsstandards zu fördern und die globale Abhängigkeit von Passwörtern zu reduzieren, hat kürzlich über 4000 Verbraucher in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA befragt.

Die Umfrage ergab, dass die Hälfte (49 %) der britischen Verbraucher ihre Social-Media-Konten kompromittiert haben oder einen Freund oder ein Familienmitglied kennen, dem dies passiert ist.

Trotz einer anhaltenden Anzahl von hochkarätigen Kontoübernahmen sagten 43 %, dass dies sie nicht dazu veranlasst, die Sicherheit ihrer Konten zu erhöhen, obwohl sie “das Gefühl haben”, dass sie es sollten.

Ein Teil des Problems scheint ein allgemeiner Mangel an Verständnis für die Vorteile von MFA beim Schutz von Kontoinhabern vor Phishing, sowie Credential Stuffing und anderen Brute-Force-Angriffen zu sein.

Obwohl solche Funktionen heute von allen Social-Media-Unternehmen angeboten werden, gab mehr als ein Viertel (26 %) der Befragten an, dass sie diese nicht nutzen oder nicht darüber Bescheid wissen.

Weitere 15 % gaben an, dass sie die Sicherheit ihrer Konten erhöhen möchten, aber nicht wissen, wie, und zwei Fünftel (39 %) gaben zu, dass sie nicht in der Lage sind, zu beurteilen, ob ihre Konten angreifbar sind oder nicht.

Von denjenigen, die Maßnahmen zur Verbesserung der Kontosicherheit ergriffen haben, war die beliebteste Option (56 %) die Erstellung eines stärkeren Passworts, obwohl sie damit immer noch den oben genannten Risiken ausgesetzt sind.

Andrew Shikiar, Executive Director der FIDO Alliance, warnte, dass Social-Media-Konten ein attraktives Ziel für Angreifer sind, da sie viele persönlich identifizierbare Informationen (PII) enthalten.

“Die Untersuchungen zeigen uns, dass es bei den Verbrauchern ein allgemeines Unwissen darüber gibt, wie sie ihr eigenes Risiko einschätzen können, Opfer von Social-Media-Hacks zu werden. Sie sind auch unsicher, welche Schritte unternommen werden sollten, um ihre Konten am besten zu schützen”, so Shikiar weiter.

“Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook haben viel stärkere Sicherheitsoptionen zur Verfügung gestellt. Die Verbraucher müssen nur wissen, welche das sind, wie einfach sie zu nutzen sind und wie man sie einschalten kann.”

Wenn die Verbraucher nicht über die Verwendung von MFA für Social-Media-Konten nachdenken, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihre anderen Online-Konten ähnlich unzureichend geschützt sind.

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