25 % der britischen Arbeitnehmer lassen ihre Kinder ihr Arbeitsgerät benutzen

Cyber Security News

Ein Viertel (25 %) der britischen Arbeitnehmer erlauben ihren Kindern, ihr Firmengerät für Heimunterricht und andere Zwecke zu nutzen, so eine YouGov-Umfrage, die von iomart durchgeführt wurde.

Die Umfrage unter mehr als 2000 britischen Arbeitnehmern zeigte, dass unsichere Praktiken unter Heimarbeitern weit verbreitet sind, was Unternehmen anfällig für Cyber-Attacken macht. Die Ergebnisse kommen in einer Zeit, in der in Großbritannien immer mehr Einschränkungen für die soziale Distanzierung gelten, was bedeutet, dass ein großer Teil der Arbeitnehmer weiterhin aus der Ferne arbeitet.

Neben Hausunterricht wurden auch andere Gründe dafür genannt, ihren Kindern den Zugriff auf ihre Arbeitsgeräte zu erlauben, darunter Hausaufgaben und soziale Kontakte mit Freunden, einschließlich Spiele. Die Autoren merkten an, dass diese Art der gemeinsamen Nutzung von Geräten die Arbeitnehmer einem höheren Risiko von Hackerangriffen aussetzt und es für Unternehmen auch schwieriger ist, sicherzustellen, dass wichtige Sicherheitselemente wie ein verwalteter Netzwerkzugang, Gateway-Firewalls und eine sichere Cloud-Umgebung verwendet werden.

Eine weitere Verwischung zwischen beruflicher und privater Nutzung von Geräten wurde durch die Tatsache hervorgehoben, dass eine beträchtliche Mehrheit der Befragten (70 %) zugab, dass sie über ihre Arbeitsgeräte auf soziale Medien zugreifen können.

Schlechte Passwortverwaltung war ein weiterer Bereich, der den Arbeitnehmern Sorgen bereitete. Fast drei Viertel (74 %) gaben an, dass sie nicht für jedes Konto unterschiedliche Passwörter verwenden, und nur ein Fünftel (20 %) gab an, dass alle ihre Passwörter unterschiedlich sind, wie es empfohlen wird.

Darüber hinaus gab fast die Hälfte (48 %) der britischen Arbeitnehmer an, dass sie in der Lage sind, auf ihre Arbeits-E-Mails auf ihren Nicht-Arbeitsgeräten zuzugreifen, was die Zahl der Endpunkte, die von Cyber-Kriminellen ins Visier genommen werden können, potenziell erhöht.

Neil Christie, Chief Operating Officer bei iomart, kommentierte: “Es ist zwar verständlich, dass die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Nutzung von Arbeitsgeräten verschwimmen – aufgrund von Heimunterricht, Kinderbetreuung und dem zunehmenden Bedürfnis, online sozial zu bleiben -, aber dies hat wichtige Auswirkungen auf die Sicherheit, die angesprochen werden müssen.

“Diese veränderten Verhaltensmuster, insbesondere bei der Nutzung zu Hause, machen die Unternehmensumgebung anfälliger für Sicherheitsverletzungen. Beratungen und Anleitungen zu Sicherheitsfragen sollten jetzt Vorrang haben, da die Fernarbeit eine viel größere Rolle im Leben jedes Unternehmens spielen wird.

“Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den hervorgehobenen Risiken, die sich aus scheinbar harmlosen alltäglichen Verhaltensweisen im Haushalt ergeben. Zu diesen Risiken gehören neben der gemeinsamen Nutzung von Geräten auch die Verwendung gemeinsamer Passwörter für mehrere Systeme und die fehlende Kontrolle über den Zugriff auf bestimmte Anwendungen oder soziale Medien.”

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