Richterin bestätigt Datenschutzklage gegen Google

Cyber Security News

Eine Klage, die Google vorwirft, Daten von Nutzern zu sammeln, die im “Inkognito-Modus” im Internet surfen, wird weitergehen.

Die Klage, die im Juni 2020 gegen den Tech-Riesen eingereicht wurde, behauptet, dass selbst wenn Verbraucher die Datensammlung in Chrome deaktivieren, ihre persönlichen Daten von anderen Google-Tools gesammelt werden.

In der Klage heißt es: “Google verfolgt und sammelt den Browserverlauf und andere Webaktivitätsdaten von Verbrauchern, unabhängig davon, welche Schutzmaßnahmen die Verbraucher zum Schutz ihrer Daten ergreifen.

“Selbst wenn Google-Nutzer einen Webbrowser mit aktiviertem ‘Private-Browsing-Modus’ starten (wie Google es Nutzern empfiehlt, die privat im Internet surfen möchten), verfolgt Google dennoch die Browsing-Daten und andere identifizierende Informationen der Nutzer.”

Zu den Tools, die angeblich zum Sammeln dieser Daten verwendet werden, gehören Google Analytics, Google Ad Manager, Website-Plug-ins, mobile Apps, die “Google Sign-In-Schaltfläche” für Websites und andere Anwendungen.

“Um zu verhindern, dass Informationen an Google weitergegeben werden, empfiehlt Google seinen Kunden, nur einen Browser wie Google Chrome, Safari, Microsoft Edge oder Firefox im ‘privaten Browsing-Modus’ zu starten”, heißt es in der Beschwerde.

“Wenn Nutzer einen – oder beide – der oben genannten Schritte unternehmen, verfolgt, sammelt und identifiziert Google weiterhin ihre Browsing-Daten in Echtzeit, was gegen Bundes- und Landesgesetze zum Abhören verstößt und die Rechte der Verbraucher auf Privatsphäre verletzt.”

Googles Muttergesellschaft Alphabet Inc. beantragte die Abweisung der Klage mit dem Argument, dass die Kläger den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens zugestimmt hätten, in denen die Praktiken der Datenerfassung dargelegt sind. Am Freitag, den 12. März, entschied die US-Bezirksrichterin Lucy Koh in San Jose, Kalifornien, jedoch gegen die Abweisung des Falls.

Koh, die den Vorsitz bei den Patentstreitigkeiten zwischen Apple und Samsung innehatte, erklärte: “Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass Google die Nutzer nicht darüber informiert hat, dass Google die angebliche Datensammlung vornimmt, während der Nutzer im privaten Browsing-Modus ist.”

Der Fall, Brown v. Google LLC, 20-3664, wurde beim US-Bezirksgericht im Northern District of California eingereicht. Die Kläger fordern mindestens 5.000 Dollar Schadensersatz pro Nutzer für die angebliche Verletzung der Datenschutzgesetze des Golden State.

“Wir bestreiten diese Ansprüche vehement und werden uns energisch dagegen wehren”, sagte Google-Sprecher Jose Castaneda.

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