Jüngere Ransomware-Opfer zahlen mit höherer Wahrscheinlichkeit

Cyber Security News

Neue Untersuchungen haben ergeben, dass das Alter eines Ransomware-Opfers dessen Bereitschaft beeinflussen kann, für die Wiederherstellung seiner Daten zu zahlen.

Eine Studie des Cybersecurity-Unternehmens Kaspersky ergab, dass 65 % der Opfer im Alter zwischen 35 und 44 Jahren ihren Angreifern einen Entschlüsselungsschlüssel bezahlten, während nur 11 % der Opfer im Alter von 55 Jahren und älter und 52 % der Opfer im Alter von 16 bis 24 Jahren den Lösegeldforderungen nachgaben.

Die Kaspersky Consumer IT Security Risks Survey (Consumer ITSR) befragte zwischen September und Oktober 2020 insgesamt 15.070 erwachsene Verbraucher weltweit zu ihrer Einstellung zum Online-Datenschutz und dazu, ob sie in den letzten 12 Monaten Sicherheitsvorfälle erlebt haben.

Insgesamt zahlte etwas mehr als die Hälfte (56 %) der Ransomware-Opfer in der Hoffnung, ihre Daten zurückzubekommen, aber 17 % von ihnen konnten ihre verschlüsselten Dateien nicht wiederherstellen.

Unabhängig davon, ob sie ein Lösegeld gezahlt haben oder nicht, waren nur 29 % aller Opfer in der Lage, jede einzelne ihrer betroffenen Dateien nach einem Angriff wiederherzustellen. Die Hälfte der Opfer gab an, zumindest einige Dateien verloren zu haben, während 32 % eine beträchtliche Menge verloren haben und 13 % praktisch alle ihre Daten verloren haben.

Die Forscher fanden heraus, dass nur 39 % der Befragten angaben, dass sie in den letzten 12 Monaten von Ransomware wussten.

“Diese Daten zeigen, dass wir in den letzten 12 Monaten einen signifikanten Anteil von Verbrauchern gesehen haben, die ein Lösegeld für ihre Daten bezahlt haben”, sagte Marina Titova, Leiterin des Consumer Product Marketing bei Kaspersky.

“Aber die Übergabe von Geld garantiert nicht die Rückgabe von Daten und ermutigt Cyberkriminelle nur, diese Praxis fortzusetzen. Daher empfehlen wir den von Ransomware Betroffenen immer, nicht zu zahlen, da dieses Geld das Gedeihen dieses Systems unterstützt.”

Titova sagte, dass die Verbraucher vorbeugende Maßnahmen zur Cybersicherheit ergreifen und auch Ransomware-Angriffe an ihre lokale Strafverfolgungsbehörde melden sollten.

“Verbraucher sollten darauf achten, in einen anfänglichen Schutz und Sicherheit für ihre Geräte zu investieren und regelmäßig alle Daten zu sichern”, sagte Titova.

“Dadurch wird der Angriff selbst weniger attraktiv oder lukrativ für Cyberkriminelle, was die Nutzung dieser Praxis reduziert und eine sicherere Zukunft für Internetnutzer bedeutet.”

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