#DataPrivacyDay: Organisationen müssen 2021 den Fokus auf Datenschutz erhöhen

  • Unternehmen müssen sich in diesem Jahr viel stärker auf das Thema Datenschutz konzentrieren, so eine Expertenrunde, die während des Spirion-Webinars “Customer Data Privacy 2021: It’s No Longer Just Business, It’s Personal” sprach.

    Das Panel begann damit, die Trends darzustellen, die das Thema Datenschutz in den letzten Jahren in den Vordergrund gerückt haben. Dazu gehören das Wachstum und die Fragmentierung der Datenschutzgesetze, sowohl in den USA als auch weltweit, die die Verbraucherrechte erweitert haben, die zunehmende Nutzung des Internets und der sozialen Medien sowie aufkommende Technologien wie KI und Gesichtserkennung. “Es ist eine unglaubliche Zeit für den Datenschutz”, so Jane Mailander, Deputy General Counsel, Data, Privacy and Cybersecurity, Fannie Mae.

    In diesem Umfeld müssen Unternehmen ihren gesamten Datenerfassungsprozess überprüfen, um sicherzustellen, dass die Verbraucher ihre Privatsphäre “besitzen”, so Robert Eckman, CISO an der Kent State University. “Welche Rechte geben sie dem Datensubjekt bei der Datenerfassung – werden sie über die legitime Verwendung der Daten informiert?

    Jason Hodgert, Product Marketing Manager bei Spirion, stimmte dem zu und erklärte, dass Unternehmen anerkennen müssen, dass Verbraucher ihre eigenen Daten besitzen und sie sich diese lediglich “ausleihen”, was bedeutet, dass sie besonders vorsichtig sein müssen. “Dies erfordert einen grundlegenden Wechsel in der Art und Weise, wie Unternehmen mit den Daten, die sie besitzen, umgehen”, kommentierte er.

    Fragen des Datenschutzes haben auch im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel, den viele Unternehmen infolge der COVID-19-Pandemie durchlaufen, an Bedeutung gewonnen. Dazu gehören der Übergang zur Telearbeit und die zunehmende Nutzung von IoT-Geräten. Rebecca Herold, CEO von The Privacy Professor, erklärt: “Wenn es um die digitale Transformation geht, werden Privatsphäre und Datenschutz oft einfach vergessen. Man konzentriert sich auf die digitale Transformation, mit der man sich beschäftigt, und kümmert sich dann später um Sicherheit und Datenschutz – das kann man nicht machen.” Stattdessen müssen Datenschutz und Sicherheit von Anfang an Teil eines jeden Transformationsplans sein, und zwar “über den gesamten Lebenszyklus hinweg.”

    Mailander erläuterte, dass der digitale Wandel in vielerlei Hinsicht die perfekte Gelegenheit für Unternehmen bietet, bei der Einrichtung neuer Programme “Privacy by Design” zu implementieren.

    Während der Schutz von Verbraucherdaten manchmal als eine Art Last angesehen wird, betonten die Diskussionsteilnehmer auch, wie eine starke Position in diesem Bereich in einen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen verwandelt werden kann. Hodgert merkte an, dass sich die Menschen mehr als je zuvor über die Sammlung und Verwendung ihrer persönlichen Daten bewusst sind und dass diese Daten einen Wert für das Unternehmen haben”. In einer Zeit, in der Menschen zunehmend nur noch in Unternehmen investieren, von denen sie das Gefühl haben, dass sie ihre Werte teilen, ist es wichtig, dass es mehr Transparenz gibt, wenn es um Daten geht. Hodgert fügte hinzu: “Die Menschen werden mehr darauf achten, was mit den Daten gemacht wird. Es reicht nicht aus, dass sie wissen, dass Unternehmen sie haben, sie wollen wissen, mit wem sie sie teilen und warum.”

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