Die meisten Europäer wissen nicht, wie sie Cyberkriminalität melden können

  • Mehr als zwei Drittel der britischen Erwachsenen wissen nicht, wie man Cyberkriminalität meldet, wobei viele zugeben, dass sie sich über Angriffe nicht informiert fühlen, so eine neue Studie.

    Die Digital-Agentur Reboot Online analysierte Daten der Europäischen Kommission aus der gesamten Region, um die Cyber-Vorsorge der Öffentlichkeit besser zu verstehen.

    Obwohl 68% der Briten angaben, sie wüssten nicht, wie man Cyberkriminalität oder illegales Online-Verhalten meldet, war dies niedriger als der europäische Durchschnitt (77%). Spanien und Dänemark (beide 86%) führten die EU-Liste an, gefolgt von Rumänien (84%), Frankreich (82%) und Schweden (81%).

    Damit liegt das Vereinigte Königreich auf der Liste der 17 Länder auf Platz 13, wobei Malta (46%) und Griechenland (58%) die am besten informierten Bürger beherbergen.

    Dies ist besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass die Cyberkriminalität weiter ansteigt: Die von Unternehmen und Privatpersonen gemeldeten Straftaten stiegen laut ONS in den 12 Monaten bis März 2020 um 23%. Experten haben auch Prozessfehler bei Action Fraud kritisiert, die dazu führten, dass viele Berichte über Betrug nicht untersucht wurden.

    Der Geschäftsführer von Reboot Online, Shai Aharony, argumentierte, dass die Verbraucher angesichts der steigenden Cyberkriminalität wachsamer werden müssen.

    “Kleine Maßnahmen wie das Kennenlernen der von der Regierung unterstützten Cybercrime-Agenturen und -Gremien und die Anwendung ihrer empfohlenen Best Practices auf Ihre Online-Aktivitäten können eine große Rolle bei der Verringerung des Risikos spielen, dass Sie ein Opfer von Cybercrime werden”, fügte er hinzu.

    “Diese Forschung zeigt jedoch auch, dass diese staatlichen Cybercrime-Agenturen / -Gremien sich selbst besser in der Öffentlichkeit bekannt machen müssen, um sie auf ihre Rolle, ihre Operationen und ihre Unterstützungsdienste aufmerksam zu machen, wenn es um Cyberkriminalität geht.”

    Als weiteres Zeichen dafür, dass das öffentliche Bewusstsein darüber, was nach einem Cybercrime-Vorfall zu tun ist, immer noch zu gering ist, hat ein neuer Bericht gezeigt, dass Millionen von Briten nach einem Sicherheitsverstoß wahrscheinlich keine weiteren Maßnahmen ergreifen werden.

    Die Studie der Anwaltskanzlei Simpson Millar besagt, dass mehr als die Hälfte (56%) der Befragten nicht wissen, was sie tun sollen, nachdem ihre persönlichen Daten verloren gegangen sind oder gestohlen wurden. Nur zwei Fünftel (39%) gaben an, dass sie überhaupt wissen, was sie tun sollen, um ihre Daten zu sichern.

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