Japan will militärische Cyber-Experten inmitten der Sicherheitsbedrohung verstärken

  • Einem neuen Bericht zufolge will das japanische Militär angesichts der Aggression feindlicher Nationen Hunderte neuer Cybersecurity-Spezialisten in seine Streitkräfte aufnehmen.

    Pläne des Verteidigungsministeriums, die von Nikkei gesehen wurden, enthüllten, dass es am Ende des Geschäftsjahres 2020 660 solcher Mitarbeiter in den Selbstverteidigungskräften (SDF) des Landes gab. Allerdings ist der Plan, diese Zahl auf 800 bis Ende März 2022 und über 1000 bis Ende 2023 zu erhöhen.

    Außerdem wird eine einzige Einheit geschaffen, die sich um eine einheitliche Cybersicherheit für alle drei Zweige des japanischen Militärs – Land, See und Luft – kümmert, um die Effizienz zu steigern.

    Diese Expertise wird angesichts der zunehmenden Feindseligkeit chinesischer und russischer staatlich unterstützter Hacker und organisierter Cyberkriminalität dringend benötigt.

    Im Mai letzten Jahres enthüllte die Regierung, dass sie eine potenziell schwerwiegende Verletzung der nationalen Sicherheit untersuchte, nachdem Prototyppläne für eine Hyperschallrakete von Mitsubishi Electric gestohlen worden sein könnten.

    Das Unternehmen war angeblich für einen Vertrag für die nächste Generation der militärischen Technologie bieten, die die USA, Russland und China in ein weiteres Wettrüsten gestürzt hat.

    Sensible Mitarbeiterdaten wurden auch von dem Industrieriesen von staatlichen Agenten genommen, wurde berichtet.

    Laut einem aktuellen Bericht des britischen Think-Tanks “International Institute for Strategic Studies” liegt Japan auf dem letzten Platz eines globalen “Cyber Power”-Rankings.

    Trotz seines Rufs für Innovation kämpft das Land aufgrund verfassungsrechtlicher Beschränkungen bei der Datenerfassung damit, mit den Five Eyes-Nationen mitzuhalten, so der Bericht. Es wurde als Tier drei bewertet, die niedrigste der dreistufigen Skala.

    Neben den neuen Cyber-Rekruten für die SDF stellt das japanische Verteidigungsministerium auch Experten von externen Unternehmen wie NTT und LAC als Teilzeitberater ein.

    Ein neuer Cybersecurity-Trainingskurs wurde kürzlich an der Ingenieurschule der Ground Self-Defense Force eingeführt, und ein weiteres Programm könnte in Zusammenarbeit mit NTT eingerichtet werden, so der Bericht.

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