Virtueller Impfausweis weckt Ängste vor Cybersecurity

  • Eine neue Umfrage hat ergeben, dass amerikanische und britische Erwachsene sich von der Nutzung eines virtuellen Impfausweises abschrecken lassen würden, weil sie befürchten, dass ihre persönlichen Daten nicht geschützt werden könnten.

    Das Cybersicherheitsunternehmen Anomali hat in Zusammenarbeit mit The Harris Poll mehr als 2.000 Amerikaner und 1.000 Briten über 18 Jahren befragt, was sie von der Verwendung des digitalen Impfausweises COVID-19 halten würden, wenn dieser zur Voraussetzung für die Teilnahme an Aktivitäten wie Reisen, persönlichem Lernen, dem Besuch von Sportveranstaltungen und dem Betreten von Geschäften oder Regierungsgebäuden werden sollte.

    Obwohl fast alle befragten Erwachsenen (93 % in den USA und 89 % im Vereinigten Königreich) über Smartphones verfügen, die digitale Impfausweise unterstützen, gaben nur etwa drei Viertel der Befragten an, dass sie diese wahrscheinlich nutzen würden.

    Die Briten waren enthusiastischer als die Amerikaner: 54 % gaben an, dass sie einen solchen Ausweis “sehr wahrscheinlich” und 26 %, dass er “etwas wahrscheinlich” sei, verglichen mit 45 % bzw. 23 % der Amerikaner.

    Von den Amerikanern gaben 20 % an, dass sie einen digitalen Impfausweis überhaupt nicht nutzen würden, im Vergleich zu 12 % der Erwachsenen im Vereinigten Königreich.

    Die Eltern waren eher bereit, sich für einen virtuellen Impfausweis zu entscheiden: 73 % der US-amerikanischen Eltern und 83 % der britischen Eltern befürworteten diese Möglichkeit. Eine weitere Gruppe mit einer überdurchschnittlich hohen Wahrscheinlichkeit, die Karten zu nutzen, waren die Wohlhabenden: 85 % der Briten, die mehr als 30 000 Pfund verdienen, und 78 % der Amerikaner, die mehr als 100 000 Dollar verdienen, erklärten sich damit einverstanden.

    Die Umfrage ergab, dass mehr als drei Viertel der Befragten (80 % der Amerikaner und 76 % der Briten) Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit bei der Verwendung der Karten hatten. Als Hauptsorge nannten beide Nationalitäten den Identitätsdiebstahl, aber auch die Möglichkeit einer Datenpanne beunruhigte die Befragten.

    Als drittgrößte Sorge im Hinblick auf die Cybersicherheit nannten die Befragten die Befürchtung, dass Bedrohungsakteure in der Lage sein könnten, mit gefälschten digitalen Impfausweisen in Smartphones einzubrechen.

    Bei der Frage, wer ihrer Meinung nach einen Cyberangriff im Zusammenhang mit den digitalen COVID-19-Impfausweisen durchführen könnte, nannten die Amerikaner am häufigsten Nationalstaaten, darunter Russland, China oder Nordkorea (36 %), während die Briten organisierte Cyberkriminelle (42 %) vermuteten.

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