Betrügerische PACs sollen 3,5 Millionen Dollar von Trump-Wählern gestohlen haben

  • Drei Männer wurden wegen mehrfachen Betrugs und Geldwäsche angeklagt, nachdem sie angeblich betrügerische Spendensammelaktionen durchgeführt haben, bei denen Trump-Spender dazu gebracht wurden, Millionen zu übergeben.

    Bei den drei Angeklagten handelt es sich um Matthew Nelson Tunstall, 34, aus Los Angeles; Robert Reyes Jr, 38, aus Hollister, Kalifornien; und Kyle George Davies, 29, aus Austin, Texas.

    Sie werden beschuldigt, während des Wahlzyklus 2016 über zwei betrügerische politische Aktionskomitees (PACs) um Gelder von Wählern gebeten zu haben: Liberty Action Group PAC und Progressive Priorities PAC.

    Nach Angaben des Justizministeriums gelang es ihnen, Spender dazu zu bringen, 3,5 Millionen Dollar zu überweisen, die sie einsteckten und zur Finanzierung weiterer betrügerischer Anzeigen verwendeten. Tunstall und Reyes sollen außerdem über einen Drittanbieter mehr als 350.000 Dollar aus dem System gewaschen haben.

    In der Anklageschrift wurden die Kandidaten, für die das Trio angeblich sammelte, nicht genannt. Berichten zufolge haben sie den Namen und das Konterfei von Donald Trump verwendet, um um Spenden zu werben.

    Eine Politico-Untersuchung im Jahr 2019 fand ein Dutzend Pro-Trump-PACs, die in keiner Verbindung zum ehemaligen Präsidenten standen. Tatsächlich hat das FBI im April dieses Jahres eine Warnung vor dieser Art von Betrug herausgegeben.

    Ein betrügerischer Spendensammler, Harold Russell Taub, wurde zu 36 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er mehr als 1,6 Millionen Dollar an Spenden erbeten hatte, die für “Dinge wie exzessive Reisen, Wein, Zigarren, Reisen nach Las Vegas und Glücksspiel” ausgegeben wurden, so das FBI.

    Tunstall und Reyes werden der Verschwörung zum Drahtbetrug und zur Falschaussage gegenüber der Federal Election Commission (FEC), des mehrfachen Drahtbetrugs und der mehrfachen Geldwäsche angeklagt.

    Davies wird wegen Verschwörung zum Drahtbetrug und zur Falschaussage gegenüber der FEC sowie wegen mehrfachen Drahtbetrugs angeklagt.

    Im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten droht den ersten beiden Angeklagten eine maximale Haftstrafe von 125 Jahren, Davies muss mit 65 Jahren rechnen.

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