42% der britischen Gamer haben einen Cyberangriff auf ihr Konto oder Gerät erlebt

  • Laut einer neuen Studie von NortonLifeLock haben mehr als zwei von fünf (42 %) britischen Spielern schon einmal eine Cyber-Attacke auf ihr Spielkonto oder -gerät erlebt.

    Zu den häufigsten Arten von Cyberangriffen, von denen Spieler betroffen waren, gehörten die Entdeckung bösartiger Software auf einem Spielgerät (20 %), der Diebstahl von digitaler Währung, Spielfiguren oder anderen Gegenständen im Spiel (12 %) und die Entdeckung eines nicht autorisierten Zugriffs auf ein Online-Spielkonto (12 %). Von den 42 %, die von einem Angriff betroffen waren, berichteten mehr als drei Viertel (78 %), dass sie dadurch finanzielle Einbußen erlitten haben, die sich im Durchschnitt auf 145 £ beliefen.

    Fast jeder fünfte Hardcore-Gamer (19 %) gab an, dass er schon einmal Opfer eines Doxxing-Angriffs wurde, bei dem seine persönlichen Daten gestohlen und im Internet veröffentlicht wurden.

    Die Umfrage unter 700 britischen Erwachsenen, die derzeit Online-Spiele spielen, deckte auch einige alarmierende Trends in Bezug auf Cyberrisiken zwischen Spielern auf. Mehr als ein Viertel (28 %) der Befragten gab zu, dass sie zumindest mit einiger Wahrscheinlichkeit das Spielkonto eines Freundes, Familienmitglieds oder Liebespartners hacken würden, wenn sie wüssten, dass sie dadurch einen Wettbewerbsvorteil in einem Online-Spiel hätten. Bei den Hardcore-Gamern stieg dieser Anteil auf 48 %.

    Darüber hinaus gaben 43 % aller befragten britischen Spieler an, dass sie zumindest mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Lücke oder einen Fehler in einem Spiel ausnutzen würden. Ein Drittel (34 %) gab zu, dass sie Cheats auf ihrem Spielkonto oder ihren Geräten installieren würden, 30 % würden dafür bezahlen, das Spielkonto eines anderen Benutzers zu übernehmen, und 29 % wären bereit, sich in das Spielkonto eines anderen Spielers zu hacken.

    Der Bericht zitierte “BigCheeseKIT”, einen Gamer und Twitch-Streamer, der die Online-Spieler warnte: “Diese Erkenntnisse sind erschreckend, aber es gibt einige Gamer, die alles tun, um zu gewinnen. Ich habe gelernt, dass es beim Online-Gaming sehr wichtig ist, darauf zu achten, mit wem man online befreundet ist und welche Informationen man beim Online-Gaming teilt. Das gilt vor allem für professionelle Spieler, die ein öffentliches Profil haben, aber es ist klar, dass dies für jeden Online-Spieler gilt.”

    Der Bericht stellte auch fest, dass schlechte Cybersicherheitspraktiken unter britischen Spielern weit verbreitet sind, was sie anfällig für Angriffe macht. So verwendet etwa die Hälfte denselben Benutzernamen (54 %) und dasselbe Passwort (46 %) für mehr als ein Spielkonto. Darüber hinaus gaben 38 % zu, dass sie öffentliches WLAN zum Online-Spielen nutzen, 37 % haben beim Online-Spielen persönliche Daten wie Namen und Geburtstage weitergegeben, 29 % haben eine billigere oder kostenlose Version eines Spiels heruntergeladen und 29 % haben Add-ons von einer Website heruntergeladen, die nicht mit dem Spieleanbieter verbunden ist.

    Armin Buescher, technischer Direktor bei NortonLifeLock, kommentierte: “Betrüger wissen, dass Cheats, Skins und limitierte Editionen sowohl bei erfahrenen als auch bei Gelegenheitsspielern sehr begehrt sind.

    “Das Anbieten dieser Wettbewerbsvorteile ist eine perfekte Gelegenheit, um bösartige Links zu verbreiten oder die Spieler zum Herunterladen von Malware zu verleiten, die, wenn sie erfolgreich ist, den Spielern ihr Spielprofil, persönliche Daten oder mehr rauben kann. Ein Sicherheitssystem, das speziell vor diesen Bedrohungen schützt, kann den Spielern Sicherheit geben, so dass sie sich auf das Spiel selbst konzentrieren können.”

    In diesem Jahr gab es zahlreiche aufsehenerregende Datenschutzverletzungen bei Online-Spielern. Dazu gehört das versehentliche Durchsickern von fast sechs Millionen Spielerprofilen für den beliebten Titel Battle for the Galaxy im Juni 2021.

    Einige Teile dieses Artikels stammen aus:
    www.infosecurity-magazine.com