Website des russischen Ölgiganten Gazprom Neft nach mutmaßlichem Hack offline

  • Die Website von Gazprom Neft, der Ölsparte des staatlichen russischen Gasunternehmens Gazprom, war am Mittwoch nach einem mutmaßlichen Hack offline. Es scheint sich dabei um den jüngsten Hack einer regierungsnahen Website nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zu handeln.

    Eine Erklärung, die angeblich von Gazprom-Chef Alexie Miller, einem engen Freund von Präsident Wladimir Putin, stammte, wurde kurz auf der Website angezeigt.

    Die Erklärung schien eine gehackte Version der Website zu zeigen, die sich kritisch über die Entscheidung Russlands äußerte, Tausende von Truppen in die Ukraine zu schicken.

    Die Website wurde kurz darauf eingestellt.

    Letzten Monat forderte Miller die 500.000 Mitarbeiter von Gazprom auf, den Kreml zu unterstützen, um Russlands Status als bedeutende Macht angesichts der drohenden ausländischen Sanktionen zu erhalten.

    „Die Informationen, die am Morgen des 6. April auf der Website veröffentlicht wurden, sind nicht wahr und können nicht als offizielle Erklärung der Vertreter oder Aktionäre des Unternehmens angesehen werden“, sagte Gazprom Neft.

    Gazprom Neft ist der drittgrößte Ölproduzent Russlands. Sie ist eine Tochtergesellschaft von Gazprom, die 96 % der Aktien hält. Die OAO Gazprom besitzt 95 % der Aktien von Gazprom Neft, der Rest ist börsennotiert.

    Im vergangenen Monat wurden mehrere ukrainische Nachrichten-Websites angeblich von russischen Bedrohungsakteuren gehackt, so dass das Symbol „Z“ für Besucher sichtbar war. Der Staatliche Dienst für Sonderkommunikation und Informationsschutz der Ukraine bestätigte den Vorfall in einem Web-Posting und machte russische, vom Staat gesponserte Akteure dafür verantwortlich

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