Mann wegen Weitergabe von Informationen über 3D-gedruckte Waffen verhaftet

  • Europäische und US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden haben gemeinsam einen Mann verhaftet, der im Verdacht steht, Hassreden und Informationen über den Bau von selbstgebauten Waffen zu verbreiten.

    Der namenlose Mann soll Mitglied der rechtsextremen Bewegung „Siege“ sein, die sowohl online als auch offline aktiv ist.

    Neben der Verbreitung von Hassreden wird der Mann verdächtigt, an terroristischen Aktivitäten beteiligt zu sein.

    „Der Verdächtige soll Anleitungen und Diagramme zur Herstellung von improvisierten kalten Waffen, selbst hergestellten automatischen Feuerwaffen, Sprengstoffen und Minen sowie Anleitungen für Sabotageanschläge veröffentlicht haben“, erklärte Europol.

    „Die Anleitungen beinhalten die heimische Produktion von automatischen Feuerwaffen, die in Kombination mit 3D-druckbaren Teilen und hausgemachten Metallteilen hergestellt werden.“

    Der Verdächtige wurde nach Ermittlungen des slowakischen Landeskriminalamtes und des slowakischen Militärgeheimdienstes mit Unterstützung des tschechischen Landesamtes für organisierte Kriminalität verhaftet.

    Europol half beim Informationsaustausch, der operativen Analyse und der technischen Unterstützung bei der Analyse der beschlagnahmten elektronischen Geräte. Auch das FBI soll die Operation unterstützt haben.

    Die Razzien fanden am 11. Mai in der Slowakei und am 23. Mai in der Tschechischen Republik statt, wobei die Polizei einen „hochentwickelten“ 3D-Drucker und elektronische Geräte beschlagnahmte, die derzeit im Rahmen der Ermittlungen untersucht werden.

    Ein Europol-Aktionstag zu Beginn des Jahres führte dazu, dass 563 terroristische Inhalte bei den Dienstanbietern gemeldet wurden. Obwohl die Entfernung solcher Inhalte derzeit freiwillig ist und von den Plattformanbietern von Fall zu Fall geprüft wird, werden neue europäische Gesetze den Behörden bald die Befugnis geben, deren Entfernung zu verlangen.

    Außerdem wurde Anfang des Jahres ein 19-jähriger Londoner zu 42 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in den sozialen Medien eine Anleitung zum Bombenbau verbreitet hatte.

    Richard Smith, Leiter des Anti-Terror-Kommandos der Metropolitan Police, warnte damals davor, dass vor allem junge Menschen online in extremistische Ideologien hineingezogen werden, von denen einige später schwere terroristische Straftaten begehen.

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