FDNY fordert digitale Firewall zum Schutz der Rettungskräfte vor Cyber-Attacken

  • Das New York City Fire Department (FDNY) hat angekündigt, dass es eine digitale Firewall aufbauen will, um die Rettungskräfte der Stadt vor Cyberangriffen zu schützen.

    Die Anfrage wurde im City Record veröffentlicht und forderte Beratungsleistungen „für die Entwicklung und Umsetzung von Schutzstrategien, um der Cyber-Bedrohung durch Doxxing zu begegnen und die Sicherheit persönlicher Informationen zu gewährleisten.“

    Dazu gehören Anti-Hack-Software und die Entwicklung eines Schulungsprogramms für Mitarbeiter, die regelmäßig mit der Öffentlichkeit in Kontakt treten.

    „Der Dienst sollte Echtzeit-Bedrohungsabwehr- und -Wiederherstellungsfunktionen für den Fall bieten, dass während der Ausübung der offiziellen Pflichten als Mitglied des FDNY auf personenbezogene Daten zugegriffen und diese missbraucht werden“, heißt es in dem Antrag.

    Nach Angaben der New York Post, die mit dem FDNY-Sprecher Frank Dwyer sprach, war der Schritt nicht durch einen bestimmten Angriff auf einen der Rettungskräfte motiviert, sondern um die Datenbank der Abteilung zu schützen.

    Aus organisatorischer Sicht enthält die Datenbank der FDNY-Abteilung derzeit die persönlichen Daten von mehr als 15.000 Rettungskräften und anderen Mitarbeitern sowie die Daten von Rentnern und Patienten.

    Diese Daten werden in der Regel mit Krankenhäusern, Krankenversicherungen und dem staatlichen Medicare-System ausgetauscht, damit das FDNY die Erstattung einer Reihe von Kosten für medizinische Hilfsmittel und Patiententransporte beantragen kann.

    Da Daten im Transit in der Regel auch anfälliger sind als Daten im Ruhezustand, könnte die Schaffung einer zuverlässigeren Cybersicherheitsinfrastruktur wesentlich zum Schutz vor böswilligen Akteuren beitragen.

    Der Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der Cyberangriffe, einschließlich Doxxing, gegen Strafverfolgungsbeamte zunehmen, insbesondere nach der Tötung von George Floyd durch die Polizei in Minneapolis im Jahr 2020.

    Im März musste die Gemeinsame Ethikkommission des Staates New York (JCOPE) ihre Systeme nach einem „vorsätzlichen bösartigen Cyberangriff“ vorübergehend stilllegen.

    Einen Monat zuvor hatte der Staat New York angekündigt, ein Joint Security Operations Center (JSOC) einzurichten, um seine Cyberabwehr zu zentralisieren.

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